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Beine

Claudicatio intermittens: was versteht man darunter?

Die Arterien leiten sauerstoffreiches Blut von der linken Seite des Herzens durch den gesamten Körper. Ein gesunder Körper hat starke und flexible Arterien, ihre Innenwände sind glatt und erlauben es dem Blut, frei in Muskeln, Haut, Gewebe und Organe zu fließen.
Im Alter können diese inneren Wände verklumpt sein mit Fett und anderem Material, sogenannten Plaques,  Die Arterien verhärten sich und werden enger, in der Folge wird der Blutfluss verlangsamt. Dieser Zustand ist bekannt als Arteriosklerose. Bei Patienten mit PXE entwickeln sich solche verklumpten, harten Arterien bereits mit Ende 20 oder Anfang 30.
Arteriosklerose kann im gesamten Körper auftreten. Dagegen sind bei PXE meistens die peripheren Arterien betroffen, die zu den Armen und Beinen führen. Der Puls in Handgelenken und Füßen kann schwach sein oder ganz fehlen.
Manche PXE- Patienten klagen über Schmerzen in den Beinen, Krämpfe oder Schweregefühl. Diese treten zunächst nur bei Belastung, z.B. beim Gehen auf. Beim Stehen lässt der Schmerz wieder nach. Im Volksmund wird die claudicatio intermittens deshalb "Schaufensterkrankheit" genannt, weil die Betroffenen während der schmerzbedingten Ruhepausen vorgeben, die Auslagen der Schaufenster anzuschauen. 20-30% der PXE-Patienten sind von claudicatio betroffen.
Infolge von PXE kann es zu stellenweiser Kalzifizierung und Verengung der peripheren Gefäße in den Armen und Beinen kommen, die Versorgung des Muskels mit Sauerstoff ist bei vermindertem Blutfluss ungenügend, er wird überbeansprucht und schmerzt. Dieser Schmerz tritt nur 'zeitweise' auf, weil er mit Einsetzen der körperlichen Bewegung beginnt und nachlässt, wenn die Anstrengung aufhört.
Wenn die Arterien- Verengung sehr stark ist, können Schmerzen in den Beinen auch in Ruhe auftreten. Die Zehen können bleich oder bläulich sein, und sie können sich bei Berührung kalt anfühlen. In schweren Fällen können sich Reizungen oder Geschwüre an den Unterschenkeln, Knöcheln oder Füßen entwickeln.
Wichtig dabei ist die Tatsache, dass die Kalzifizierung an einzelnen Stellen auftritt.

Deshalb kann ein wirkungsvolles Lauftraining viel dazu beitragen, dass die Durchblutung der Beine verbessert und ein Fortschreiten der Krankheit verhindert wird. Es klingt zunächst seltsam, dass Laufen trotz der Schmerzen hilfreich sein soll. Die Erklärung ist ganz einleuchtend: Neben den großen Blutgefäßen, die das frische Blut vom Herzen in die Beine befördern, hat der Mensch noch zahlreiche kleine Blutgefäße. Durch regelmäßiges und sich langsam steigerndes Training können sich diese Gefäße erweitern und als 'Umleitungen' mehr Blut in die Beinmuskulatur bringen.

Wie wird claudicatio diagnostiziert?

Der Arzt kann dazu einige einfache Tests durchführen:

  • Fragen nach Ernährungsgewohnheiten, Rauchen und dem gesundheitlichen Befinden in der Familie
  • Puls nachprüfen in Armen, Leiste, Knien und Füßen
  • An Armen und Beinen prüfen, ob die Haut kalt ist, ob man Haare verliert oder nicht heilende Wunden hat
  • Der Blutdruck in Knöchel und Arm wird gemessen und verglichen
  • Auf der Stelle gehen mit langsam zunehmender Geschwindigkeit um zu testen, wann die Schmerzen in den Beinen auftreten
  • Andere Tests, z.B. Ultraschall, sind sinnvoll